Freitag, 13. Januar 2012

25/12/11 – Keep calm and run down the hill screaming!

7am: der erste Wecker klingelt. Aufstehen! Warum? Ach genau, wir wollten den Sonnenaufgang fotografieren und zwar in einer halben Stunde. Hm... sicher?
7.25am: Verdammt. Runter von der Couch! Jetzt.
7.35am: wir verlassen in Eile die Wohnung und machen uns auf den Weg zu einem Hügel an der Küste, der uns als ausgezeichneter Aussichtspunkt für die Morgenröte empfohlen wurde.




8.50am: es ist bereits hell und unfassbar kalt. Wo geht nochmal die Sonne auf? Haben wir das etwa verpasst? Ist das überhaupt möglich? Nein, es hat einfach kein Sonnenaufgang stattgefunden. Also wahrscheinlich schon, aber es war leider nicht möglich ihn zu beobachten, da es zu bewölkt war. Nun stellten wir uns die Frage: warum genau sind wir so früh aufgestanden und haben fast 1 1/2h in der Kälte herumgelungert? Nur um nach 'uncle Jimmy' zu schreien und keine Antwort zu bekommen? Leicht genervt und halb erfroren machten wir uns auf den Rückweg zu unserer Unterkunft. Wir bereiteten uns unser Frühstück – Galaxy Bagel – und wärmten uns noch ein bisschen auf, bevor uns auf den Weg machten um Aberdeen zu erkunden.

Unser erstes Ziel war noch einmal der Hügel, da wir es am Morgen nicht geschafft hatten alle 'By order of me' Schilder zu lesen (Mehr infos: http://northerngranitenews.wordpress.com/2011/03/04/dont-be-afraid-to-be-random/). Natürlich führten wir aus was uns die Schilder zu tun gaben und endeten dadurch heißer, aus der Puste und mit dreckigen Socken auf der anderen Seite des Hügels.


























Von dort aus lockte uns die salzige Meeresluft in Richtung Strand, an dem wir uns doch einige Zeit aufhielten und die wundervollen Sand – und Wasserwellen bewunderten.


Wasserwellen (es war sehr windig)

Sandwellen
































Marschial College
Nachdem wir entschieden hatten nicht den weiten Weg zum Leuchtturm zu machen, begaben wir uns auf gut Glück in eine Richtung in der wir die Stadt vermuteten. Auf diesem Weg kamen wir an einem geschlossenen Aldi vorbei (sowas gibt es hier tatsächlich) und an einer Schule die getrennte Eingänge für Mädchen und Jungs hatte. Viele Menschen haben wir auf unserer Erkundungstour nicht getroffen, da Weihnachten war. Hungrig durch den langen Fußweg den wir zurückgelegt hatten setzten wir uns zum 'Mercat Cross' bei der Zitadelle und verspeisten eine Familienpackung Lebkuchen. Doch lange blieben wir dort nicht, da wir ja noch den Rest der Stadt sehen wollten und da nichts offen hatte haben wir, soweit ich das einschätzen kann, ALLES gesehen. Ich muss zugeben, soviel gibt es nicht. Der Ausflug ging über die 'Union Street' (Einkaufsstraße) zu den 'Union Terrace Gardens' mit 'His Majesty's Theater'. Um noch etwas für unsere Bildung zu tun besuchten wir danach das 'Marischal College' (beautiful), die 'University of Aberdeen' und 'King's College'.

King's College

Nur für S. werde ich jetzt erwähnen, dass wir auch bei einem Fußballstation vorbei sind – Pittodrie Stadium. Wir haben es weder betreten, noch haben wir es besonders betrachtet. Es war einfach da und wir sind daran vorbei gelaufen.
Wieder bei unserer Gastgeberin angekommen, haben in der Küche schon die Vorbereitungen für das Weihnachtsessen angefangen: Gemüse, Zwiebelringe, Truthahn, Salat und noch vieles mehr. So viel, dass es uns nicht möglich war alles zu verschlingen und obwohl wir am Ende gut gesättigt waren ließen wir uns nicht daran hindern noch den Nachtisch essen, einen absolut genialen Triple Choclate Cake ♥



Im Anschluss daran wurden noch schnell die Cracker geöffnet und so ging unser britisches Weihnachten dann auch zu Ende.

Donnerstag, 5. Januar 2012

23/12/2011 - Keep calm because I'm a girl!

Es war endlich soweit. Das lange Warten war vorbei. Nach einer viel zu kurzen Nacht  machten wir, S. und T., uns bepackt mit unseren vollen, schweren Reisebegleitern, Ian und Anderer, einem ausgearbeiteten Reiseplan und 3 weiteren Taschen auf den Weg zum Bahnhof King's Cross von dem um 7.00 Uhr unser Zug nach Edinburgh losfuhr. Im Zug wurde dann eine Diskussion über die übermäßige Nutzung des Wortes „Schaf“ angefangen, da dieses ohne wirklichen Zusammenhang und ohne spannende, blutige Geschichte nicht den größten Unterhaltungsfaktor hat.
Nachdem ausreichend geklärt wurde, dass draußen auf der Wiese Schafe stehen sind wir dann um 11.25 in Edinburgh angekommen. Mit den Worten: 'Es ist gar nicht so kalt.' verließen wir den Bahnhof und begaben uns auf die Suche nach dem Hostel. Clever wie wir waren, hatten wir die Adresse des Caledonian Backpackers Hostels fein säuberlich raus geschrieben, aber ohne Stadtplan war diese nicht besonders hilfreich. Auch der Reiseführer mir Karte war nicht die größte Hilfe, denn auf den Teil des Stadtplans auf dem sich unser Hostel befand hatte die Bibliothek einen Aufkleber festgemacht... Danke auch. Die ungefähre Richtung wussten wir jedoch, also sind wir auf gut Glück dorthin gelaufen, die Hauptstraße entlang mit Blick auf das Schloss. 
Leider konnten wir den Anblick wenig genießen, da unser Gepäck immer schwerer wurde und unsere Rücken immer verspannter. Unterwegs wurden wir dann noch von Typen an gequatscht, die lilafarbene Shirts an hatten auf denen stand: 'Because I'm a girl'. Der Erste rief uns ein 'Hello' entgegen, dass wir freundlich erwiderten, doch als er danach nicht weiter redete beschlossen wir unseren Weg fort zusetzten, was ihn leicht zu verwirren schien. Der Zweite war nicht so leicht abzuwimmeln und der Dritte schrie von Weitem ein 'Do you you säng?' durch die Gegend, dass wir Aufgrund des Akzents nicht auf Anhieb verstanden haben (Ah das soll 'sing' heißen...) Wir ergriffen die Flucht.
Bis wir das Hostel gefunden hatten dauerte es auch gar nicht mehr lange. Mit wunden Schultern schleppten wir uns die Treppe hoch in unser 8-Bett-Zimmer (von denen  am Ende 5 belegt waren). Auf den Ersten Blick sah das Zimmer eigentlich ganz in Ordnung aus: Hochbetten, Spints, Teppichboden, ein Spiegel, sauberne rosafarbene Blümchenbettwäsche, ein kleiner Tisch und ein Stuhl... MOMENT rosafarbene Blümchenbettwäsche! In Panik schauen wir uns im Zimmer um. Die anderen Betten hatten 'schönere' Bettwäsche. Wir schauten uns verstohlen an. 'Sollen wir?' Ein Blick nach links, ein Blick nach rechts. Niemand da. Also los.
Nach unserer erfolgreichen Bettwäsche-Tausch-Aktion genehmigten wir uns auf dem Weg zum Schloss einen Kaffee/eine heiße Schokolade und ein Stückchen Choclate Fudge Cake bei Café Nero. Im Schloss verbrachten wir dann einige Stunden; es gibt dort soooo viel zu sehen und der Blick über die Stadt ist auch nicht zu verachten.

 












Unser Plan danach ins Camera Obscura zu gehen ging leider schief, da es nur bei gutem Licht wirklich funktioniert. Da es schon anfing Dunkel zu werden (um 15.00 Uhr) beschlossen wir noch ein bisschen auf der Royal Mile zu flanieren und dann merkten wir, dass es doch kälter war als wir geglaubt hatten. So fassten wir den Beschluss auf dem Weg zurück zum Hostel einkaufen zu gehen und da wir erwarteten in den nächsten Tagen auf Grund der Weihnachtszeit vor geschlossenen Ladentüren zu stehen versorgten wir uns mit Nahrung die für eine Gruppe von 10 Menschen locker gereicht hätte. Das ging nicht nur auf den Geldbeutel sonder im Nachhinein auch auf den Rücken, da wir das ganz Zeug von Stadt zu Stadt schleppen mussten.
Auf meinen Wunsch, oder eher mein Gequängel: 'Ich will Fleisch. Ich will chicken.', gab es Abends dann (viel zu viel) Reis mit Hühnchen und einer Art Curry-Zwiebel-Soße (wir hatten kein Öl um die Zwiebeln anzubraten). 








Gesättigt und gestärkt gingen wir mit meinem Stativ in die Nacht. Nun ja es war 19.00 Uhr, aber stockdunkel (und unfassbar kalt). Die Stadt wurde nur noch durch Straßenbeleuchtung, die Weihnachtsdekoration und den deutschen Weihnachtsmarkt erleuchtet. Ja richtig ein original deutscher Weihnachtsmarkt. Mit VerkäuferInnen die mit breitem deutschen Akzent ihre Waren (Wachskerzen, Kartoffelpuffer ♥ und viele mehr) anbieten und vor allem mit deutschem Weihnachtsgebäck von Gut&Günstig. Jetzt ist Weihnachten! Wir waren zu Hause. Es hat nur noch gefehlt, dass unsere ganze Stufe mit uns über den Weihnachtsmarkt läuft (der Tag hat ja gestimmt). Aber alles geht eben nicht.









So ging unser erster Reisetag zu Ende. Mit dem Gefühl von Weihnachten schliefen wir friedlich und zufrieden in unseren Betten mit einer Vorfreude auf den nächsten Tag ein.

Montag, 2. Januar 2012

Keep calm and travel on!

1. Interrail – Was ist das?

Interrail bietet globale und Ein-Länder Zugtickets für einen vorher festgelegten Zeitraum an. Dadurch wird Menschen jeden Alters die Möglichkeit gegeben so spontan oder geplant wie sie es wünschen zu reisen. Natürlich gibt es auch hier Einschränkungen wie z.B. die Anzahl der innerhalb eines Monats zur Verfügung stehenden Reisetage.


2. Charactere

S.
  • stolze Besitzerin des Blogs: www.sbv-jst.blogspot.com
  • Alter zu Beginn der Reise: 19
  • Aufgaben während der Reise:
    a) T. Nerven
    b) „sinnvolle“ Beiträge zur Unterhaltung beisteuern (Schaf)
    c) Handy beisteuern
    d) Geld sparen
    e) Reis & Nudeln kochen
  • Hindernisse zum Überwinden:
    a) Orientierungssinn
    b) Entscheidungsfreude
    c) Gepäck tragen
  • besonderes Merkmal: KSC-Kissen
  • Motto: Keep Calm and Carry on!

T.
  • stolze Besitzerin des Blogs: www.tabaer.blogspot.com
  • Alter zu Beginn der Reise: 19
  • Aufgaben während der Reise:
    a) S. Nerven
    b) Fotografieren
    c) Soße kochen
    d) Musik beisteuern
    e) Geld ausgeben
    f) Unterkünfte suchen
  • Hindernisse zum Überwinden:
    a) Entscheidungsfreude
    b) Aufstehen
    c) Gepäck tragen
  • besonderes Merkmal: der längste und dickste Schal der Welt
  • Motto: Wait! I gotta take a photograph.


Ian
  • Jack Wolfskin Rucksack
  • Alter zu Beginn der Reise: 13 Tage (*10/12/11)
  • Aufgaben während der Reise:
    a) S. Klamotten und Zeug tragen
    b) KSC-Kissen tragen
    c) im Dunkeln leuchten
    d) schwer sein
    e) als Lehne dienen
    f) Rettungspfeife
  • Hindernisse zum Überwinden:
    a) Gewicht verlieren
    b) Krawatte finden
  • besonderes Merkmal: Andie
  • Motto: Nobody can stay mad at me because I'm adorable.

Anderer:
  • Salewa Männerrucksack
  • Alter zu Beginn der Reise: zu alt
  • Aufgaben während der Reise:
    a) T. Klamotten und Zeug tragen
    b) im Dunkeln leuchten
    c) schwer sein
    d) im Weg sitzen
    e) Schokolade tragen
  • Hindernisse zum Überwinden:
    fa) Gewicht verlieren
  • besonderes Merkmal: Dickerchen
  • Motto: I keep losing weight but it keeps finding me.

Mark Evans:
  • Jack Wolfskin Jacke
  • Alter zu Beginn der Reise: 6 Tage (*17/12/11)
  • Aufgaben während der Reise:
    a) T. Warm halten
    b) vor Wind und Wetter schützen
    c) gut aussehen
    d) Ohren schützen
  • Hindernisse zum Überwinden:
    a) PERFEKT
  • besonderes Merkmal: PERFEKT
  • Motto: 'I'm perfect' - 'I'm perfect' – 'So we're perfect together'

Merton:
  • Lifeventure Thermoskanne
  • Alter zu Beginn der Reise: -3 (*26/12/11)
  • Aufgaben während der Reise:
    a) Suppe und Hot Chochlate warmhalten
  • Hindernisse zum Überwinden:
    a) sauber werden
    b) Laktoseintoleranz
    c) Geruch
  • besonderes Merkmal: Farbenphobie
  • Motto: Trage die Wärme im Inneren

3. Die Idee hinter unserer Reise

So much to do and to see but so little time.
An Weihnachten nach Hause? Hmm... Aber die Insel ist so groß. Lass uns lieber eine Schottland-Wales-Tour machen.
Also auf an die Planung:
Nach einigen misslungenen Treffen, bei denen Keine von uns beiden wirklich Lust hatte irgendwie darüber nachzudenken welche Reiseroute sinnvoll wäre oder wo wir überhaupt hin wollen, haben wir es zwei Wochen vor der geplanten Abreise tatsächlich geschafft einen ausführlichen Plan zu erarbeiten.




Nun stand nur noch das Problem des Erhaltens des Interrailtickets bevor. Das stellte sich als schwieriger dar als geplant und die Tatsache, dass wir nur noch 6 Tage Zeit hatten um es zu kaufen, machte es nicht leichter. Nachdem der Versuch sie am Bahnhof zu kaufen etwas daneben ging, da es nicht möglich ist die Tickets in dem Land zu erwerben für das sie sind, mussten wir uns irgendwo her eine Kreditkarte besorgen um sie im Internet zu bestellen. Sie dann sofort hierher nach London schicken zu lassen war dann gar kein Problem. Zwei Tage vor Antritt der Reise waren sie dann auch da.


 












Das größte Problem mit unseren InterRAILpässen bemerkten wir dann erst während der Reise: In Schottland gibt es kaum Zugstrecken. Je nördlicher es einen verschlägt desto schwieriger wird es den erwünschten Ort zu erreichen. Es gibt Gleise an der Ostküste entlang, durch die Mitte über Inverness (da führt kein Weg dran vorbei) und in den Nordwesten Schottlands fährt gar kein Zug. Wie gut, dass wir mit einem Ticket reisen, dass auf Züge beschränkt ist.


4.) Wie funktionieren diese Blogeinträge

Da ein paar von euch beiden Blogs lesen und wir es vermeiden wollten, dass ihr alles doppelt lesen müsst haben wir die Tage unserer Reise unter uns aufgeteilt. Für alle diejenigen, die nur einen der Blogs lesen, hier ist die Webadresse des Anderen


Der erste Reisebericht (vom 23.12.11) ist auf Tabaers Blog zu finden, der zweiten (24.12.11) bei sbv und so weiter, immer schön abwechselnd.
Allerdings könnte es ein Weilchen dauern bis auch der letzte Tag unserer Reise nachzulesen ist.